Freitag, 20. März 2015

Gartenbücher




Das Große Garten- und Kochbuch
Dr. Oetker und Wolf (1983)

Das Gartenbuch (der erste Teil dieses Sachbuches) ist sehr empfehlenswert. Das Buch enthält sehr schöne und vorallem nützliche Skizzen zum jahreszeitlichen Ablauf im Garten. Angefangen bei der Bodenbearbeitung (und Vorschlägen zum Werkzeug) über das Anlegen eines Gemüsebeetes (mit Verträglichkeitslisten) bis hin zum Fruchtwechsel zur Gesundhaltung des Bodens. 
Das für was wir das Buch immer wieder aus dem Regal holen ist der Abschnitt zur Aussaat, Anzucht und Gesundhaltung. Keines der anderen Bücher welche wir nutzen, enthält einen so guten Abschnitt zu diesen Themen, in solcher Kürze und doch mit den wichtigsten Punkten übersichtlich auf den Punkt gebracht.


Das Lexikon der alten Gemüsesorten
Serena, Suanjak, Pedrazzetti und Brechbühl (2014)

Dieses Nachschlagewerk ist für uns im Winter immer sehr wichtig. 800 Sorten verschiedener Gemüse sind in diesem Werk gelistet mit wunderschönen Bildern sowohl zum Aussehen der Pflanze, wie auch des Saatgutes. Zusätzlich kann man sich auch in die Geschichte der einzelnen Pflanzen vertiefen. Anpflanzzeitpunkte wie Erntezeitpunkte sind ebenfalls vermerkt. 
Eine Besonderheit dieses Buches ist die Sortenempfehlung gegen Schluss der Lektüre. Hier findet man Listen für die Bepflanzung des Balkons, typischer Nachkulturpflanzen, zum Einlegen oder Lagern, für den winterlichen Garten und sogar für höher gelegene Gefilde. Das einzige Manko an diesen Listen ist, dass die Seitenzahlen fehlen, und bei der dicke dieses Buches, kann es schon länger dauern, bis man gefunden hat, was man sucht.


Biogärntnern für Selbstversorger
Rupp (2014) 

Dies ist zur Zeit unser liebstes Gartenbuch. Wenn man sich bereits in die Materie "Gärtnern" eingelesen hat und Erfahrung sammeln konnte, ist dieses Buch alles was man von März bis Oktober benötigt. 
Als einziges der hier gelisteten Bücher enthält das Werk je einen Teil zum Gemüsegarten, zum Obstgarten und zum Kräutergarten. Die jeweiligen Abschnitte sind in verschiedene Jahreszeiten aufgeteilt und Anbauvorschläge sind ebenfalls vorhanden. Ebenfalls ein sehr toller Abschnitt in diesem Buch ist der kleine Teil zur Einlagerung und Konservierung. Dieser Teil ist definitiv zu kurz, wenn man sich mit der Materie beschäftigen will, aber durchaus ausreichend, wenn man schnell Rat benötigt.

Biodünger selber machen
Heistinger und Grand (2014) 

Dieses Buch ist ein ausgezeichneter Ratgeber in Fragen Kompost und Düngen. Objektiv werden verschiedene Methoden des Düngens und Kompostierens erläutert. Das Buch enthält zudem sehr gute Anleitungen für Wurmkisten. Mit Hilfe dieses Werks haben wir unsere Wurmkiste für den Balkon aufgesetzt.

Samstag, 23. August 2014

Tomaten

die Tomate (f)  (to-mah-te)

Tomaten gehören mit zu unseren liebsten Gemüsesorten. Ob für Salat oder für einen feinen Sugo, es gibt für jede Speise und jede Anwendung vermutlich eine eigene Sorte. Die Auswahl ist schier grenzenlos. 

Seit mehreren Jahren pflanzen wir nur Tomaten am Balkon und im Garten an. Die Pflege auf dem überdachten Balkon bringt zwar einige Probleme (Platzmangel, erschwertes Durchkommen) diese sind jedoch im Vergleich mit den Tücken im Garten vernachlässigbar. 

Balkontomaten 

Der limitierende Faktor am Balkon ist vorallem Platz. Es gibt nicht nur eine Decke an die man anstossen könnte (haben wir noch nicht geschafft) sondern auch eine festgelegte Fläche auf die Töpfe gestellt werden können. Je grösser der Topf, umso mehr Nährstoffe hat die Tomate umso fröhlicher ist sie, umso weniger einzelne Pflanzen können wir haben, weil ... Platz. 
Vorteilhaft -  dadurch das unser Balkon überdacht ist, wir kontrollieren die Menge an Wasser die die Tomaten bekommen und die Pflanzen sind windgeschützt. Wenig Wind hat leider auch einen kleinen Nachteil - obwohl Tomaten selbstbestäubend sind, benötigen die Blüten kleinere "Schüttler" um tatsächlich befruchtet zu werden und somit Früchte zu bilden. Wir denken, dass dies durch das "vorbeizwängen" beim Giessen gewährleistet ist. 

Gartentomaten

Tomaten sind Starkzehrer - sie benötigen viele Nährstoffe. Diese Voraussetzung ist im Garten eher gegeben, als in einem drei Liter Topf. Ist der Sommer ideal - warme Tage, milde Nächte, wenig Niederschläge, steht der grossen Tomatenernte auch nichts im Weg.
Leider sind solche Sommer bei uns nicht jährlich gegeben. 
Selbst wenn es ein warmer Sommer ist, so haben wir doch vergleichsmässig viele Niederschläge. Die Tomaten benötigen ein Häuschen oder Zelt das sie schützt, da sie Nässe von oben nicht mögen. Gerade bei den Zelten aus dem Baumarkt haben wir schlechte Erfahrungen gemacht - diese werden von starken Windböen einfach umgemäht (samt Tomaten). 
Wenn es dann mehrere Tage regnet führt dies zu Staunässe an den Wurzeln der Tomaten. Das haben die Pflanzen auch nicht gern - sie können eine Pilzkrankheit bekommen - Braunfäule. 
Braunfäule - all diese Tomaten gehen in den Müll (darf man nicht mal mehr kompostieren)
Gerade wegen den Krankheiten die die Tomaten bekommen können, sind wir mit der Überlegung am Spielen, dass wir nur noch Balkontomaten pflanzen werden (oder ein solides Tomatenhaus bauen). 


Tomatensetzlinge (Mitte März)



Tomatensetzlinge, nach dem ersten Pikieren (Mitte April)










Tomaten in Töpfen auf dem Balkon (2. Maiwoche)
Ernte 2013 (Juli - September)








Saatgut 2014 (Black Cherry; evt. Braunfäuleresistent?)

















Neuanfang

Und wie bei so vielen Blogs - auch dieser ist verstaubt... das ändert sich jetzt. 


Neuanfang


Nach einem sehr spannenden und lehrreichen Kurs zur selbstständigen Saatgutgewinnung bin ich wieder top motiviert, nicht nur zum Gärtnern, sondern auch um unsere Lernerfahrungen (und es sind nicht wenige) niederzuschreiben. 

Dieses Jahr kurz zusammengefasst.

Das Frühjahr war sehr mild und trocken:
  • die Kefen sind verbrannt
  • die Radieschen waren teils sehr holzig
  • unsere neue Rasenfläche hat kurzfristig ausgesehen wie für Fasnacht dekoriert, mit all unseren "Anti-Vogel-Aufhängungen". 
  • die Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren waren traumhaft (vermutlich auch dank einer herbstlichen Beerendüngermischung, die es auch diesen September wieder geben wird). 
  • der Randen war einfach nur super lecker 
  • eine Karotte ist gespriesst (dank Sand und Holzspähnen, sonst wärs vermutlich null). 
  • der Mangold hat sich entschieden lieber zu blühen und wurde dementsprechend vorzeitig entfernt
Der Sommer war verregnet


  • der Rotkohl ist aufgeplatzt und teils gefault (der Tiefkühler ist daher jetzt schon voll mit eingekochtem Blaukraut)
  • Brokkoli und Federkohl wachsen nur langsam vor sich hin 
  • die Kartoffeln sind sehr lecker (blaue Schweden) und hoffentlich gut haltbar
  • Kürbis und Zucchini überwuchern die Beete
  • die Sonnenblumen sind eine Freude zum Ansehen in diesem tristen Wetter
  • die Gurken kamen dieses Jahr nicht so recht in die Gänge
  • die Tomaten im Garten sind verfault (nur 4 Stöcke, einer einzigen Sort haben sich wacker gehalten gegen die Braunfäule, da hab ich jetzt auch Saatgut draus gewonnen). 
  • die Bohnen werfen gut Ertrag ab
  • die Physalis haben viele Hülsen dran
  • das Unkraut hat Hochsaison
Jetzt ist der Herbst im Anmarsch. Wir freuen uns schon sehr auf die feinen Kürbisse, denn davon haben wir reichlich, und die Physalis (Andenbeeren) und all die schönen Gerichte die wir damit zaubern können. 

  

Dienstag, 30. April 2013

Insektenhotel Innenausbau


Für die Inneneinrichtung unseres Insektenhotels haben wir einerseits einen kleinen Einkauf im Baumarkt, andererseits einen grosse im Wald getätigt. Die Anleitung für den Rohbau finden Sie hier.

Im Baumarkt haben wir Tontöpfe, Lehmziegel und Holzwolle gekauft (für in die Tontöpfe) - alle anderen "Möbel" stammen von einem schönen Frühlingsspaziergang im Wald.

Alle Äste (Holunder, Bambus (von Gründeponie), Büsche) die innen hohl sind bieten einen guten Unterschlupf für die ein oder anderen Insekten. In Holzstrünke wurden zusätzlich Löcher in verschiedenen Grössen gebohrt. Achtung: Nasses Holz ist unheimlich hart - der Bohrer wird sehr warm und lässt sich wie Butter biegen =)

Rund um das Hotel haben wir noch einige Wildblumensamen verteilt, jetzt fehlen nur noch die Bewohner.

Kurz nach dem Bestücken des Hotels begann der Kirschspalier im Hintergrund zu blühen - das dürfte wohl auch das ein oder andere Insekt anlocken.

Sonntag, 28. April 2013

Hochbeet für Küchenkräuter auf unserem Balkon


Jeder kennt das Problem mit den Küchenkräutern - sie fühlen sich einfach nie richtig wohl. Meistens liegt das daran, dass im Töpfchen einfach zu wenig Erde ist. Die einzige Lösung lautet also direkt nach dem Kauf umtopfen. Wegen Platzmangel haben wir bisher immer nur Basilikum oder Petersilie in der Küche eingehen lassen - doch jetzt haben wir ein Hochbeet speziell für die Küchenkräuter gebaut. Das Beet ist als Bausatz im IKEA erkältlich - leider liegt aber eine falsche Bauanleitung bei (die Anleitung ist für ein Regal?!?).

 Wir verwendeten:
- 1x GORM Regal 78x55x174cm 39.95 Sfr. (Seitenteile + 4 Regalböden)
- 2x GORM Regalboden 77x31cm 9.90 Sfr. für das Beet vorne und hinten
- Holzlasur
- Plastikmatte
- Kokosmatte
- 20l Hackschnitzel
- 20l Erde
- Kräuter


Es ergibt sich eine Fläche von 78x55cm zum Pflanzen (wenn man ein schmaleres Hochbeet möchte, kann man auch ein schmaleren Bausatz kaufen - 31 cm statt 55 cm ). Dieser Fläche liegt ein Regalboden zu Grunde, ein zweiten Boden haben wir sehr viel weiter unten angebracht. Dort findet sich Platz für "Abfall" oder was auch immer.
Der bekannte Basler "Bebbi-Sagg" kann so unauffällig verstaut werden. Unter dem Regal findet sich noch genügend Platz für eine Kiste Bier oder Mineralwasser. Die zwei weiteren grossen Regalböden werden Seitlich angebracht (hier müssen die Löcher selbst vorgebohrt werden). 
Zum Schluss werden die zwei Zusätzlichen kleineren Regalböden vorne und hinten angeschraubt um das Beet zu bilden. Sämtliche Holzteile wurde vor der Montage grosszügig lasiert. 
Die Höhe des Beetes kann man selbst bestimmen, da der IKEA-Bausatz hier flexibel ist - das restliche Holz haben wir für eine Stütze in der Mitte des Regalbodens verwendet, selbst mit vollem Hochbeet ist hier allerdings keine Last vorhanden. Das Beet wurde mit einer Plastikmatte ausgekleidet, damit die Feuchtigkeit nicht alles durchschimmelt (jetzt dürfen wir einfach nicht zu viel giessen). 
Um der Feuchtigkeit entgegenzuwirken wurde über der Plastikfolie eine Kokosmatte verlegt (die von den Vögeln teilweise zum Nestbauen entwendet wurde). Das Beet wurde dann zunächst mit Hackschnitzel und dann mit Erde aufgefüllt und dann bepflanzt.

Hoffentlich fühlen sich unsere Kräuter nun wohl :)

Samstag, 29. Dezember 2012

Insektenhotel

Noch kurz vor dem neuen Jahr haben wir uns an unser erstes "Bauprojekt" gewagt. Ein Insektenhotel soll es werden.
Als Vorlage diente ein Video auf Youtube:


Im Baumarkt haben wir dazu folgendes eingekauft:

  • 3 Leimholzbretter (Fichte/Tanne) 2000 x 200 x 18 mm (Seitenwände und Böden)
  • 1 Leimholzbrett (Fichte/Tanne) 1200x 300 x 16 mm (breiter für das Dach)
  • Holzlasur/Lack
  • Maurersperrbahn R500 als günstiger Dachbelag
  • Tonziegel
  • Tontöpfe in unterschiedlichen Grössen
  • Holzwolle
  • Schrauben
  • Nägel
  • Kiesel


Die Wahl des Holzes und des Dachbelags erfolgte eher intuitiv - es wird sich zeigen, ob die Maurersperrbahn als Dach und Fichte für draussen geeignet ist.


























Die Breite des Insektenhotels wurde auf 60 cm gewählt. Aus zweien der drei langen Bretter wird jeweils eine Seitenwand sowie ein Etagenboden. Aus dem dritten Brett werden zwei Böden, eine Dachstütze und eine vertikale Wand zur Trennung der Tontöpfe.

Das Holz wurde vor der Montage mit Holzlasur behandelt.

Die Montage erfolgte mit Schrauben (vorgebohrt). Lediglich die Maurersperrbahn wurde genagelt (in Steifen jeweils auf der Regenabgewandten Seite). Zusätzlich zum Dach wurden auch die Füsse mit Maurersperrbahn vor der Feuchtigkeit im Boden geschützt - diese werden später in grobem Kiesel eingelassen. Zum späteren Aufhängen der Tontöpfe wurden kleine "Haken" montiert.

Das Einsetzen im Garten sowie der Innenausbau erfolgen im Frühling.
Jetzt suchen wir fleissig nach Innereien (Holunder, Baumstrunke, etc.)

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Kriegserklärung

Wir lieben Chillipflanzen. die mild bis sehr scharfen Früchtchen, Nachtschattengewächse (Solanaceae), haben uns auf dem Balkon grosse Freude bereitet. Nun wollen wir den Ertrag erhöhen. Dies würde im sonnigen Garten, mit vielen Bestäubern am besten funktionieren, aber...

Ja, dieses verflixte Aber. Im Freiland gibt es Schnecken. Chilli schützen sich durch die erhöhte Produktion von Capsaicin vor Fressfeinden und Pilzbefall.  Leider besitzen nur Säugetiere die speziellen Hitze- und Schmerzrezeptoren und so stellen die leckeren Blätter und Früchte ein gefundenes Fressen für die gemeine Nacktschnecke dar.

DEAD or ALIVE: 
Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris)

Foto: Håkan Svensson


- liebt Chili-, und Salatblätter, sowie Erdbeerchen und Tagetes
- Tendenz zum Alkoholiker - liebt Bier
- mag es feucht und dunkel, mit Hohlräumen und Unterschlüpfen
- Dämmerungsaktiv
- mag keinen Thymian, Rosmarin und Lavendel
- empfindlich gegen Salz und Scheren
- mag keinen stark aufgerauten Boden


Mit diesem Wissen zählen wir uns, per sofort, neben Igel und Vögeln zu natürlichen Feinden dieses Schädlings. Neben umweltfreundlichem Gift (unsere Wahl sind Feramol Schneckenkörner, da es ein Eisensalz ist, welches Igel nicht schadet) werden wir mit mechanischen Methoden (unter Brettern Schnecken und Eier aufsammeln, zerschneiden und gezielt ersäufen) den Plagegeistern zu Leibe rücken und ihnen den Aufenthalt in unserem Garten vermiesen (Schneckenfallen, Schneckenzäune, Töpfe mit Kunststoffkragen, Schutzpflanzen, Selbstschussanlagen und Elektrozäune).